Die Verfassungsmodelle damals und heute
Die Verfassungsmodelle der Vergangenheit unterscheiden sich von denen der heutigen Zeit sehr deutlich. Damals waren es Personen wie Solon, Kleisthenes oder Perikles, die in der Demokratie entscheidende Fortschritte brachten. Doch mittlerweile ist die Demokratie scheinbar so ausgereift, dass es keine Optimierungsmöglichkeiten mehr gibt. Änderungen am Grundsystem der Demokratie konnte man in den vergangen Jahren und Jahrzehnten nämlich nicht mehr beobachten. Das könnte ein Zeichen dafür sein, dass wir endlich in einer vollkommenen Demokratie leben.
Solon war die Person, die den Grundstein der heutigen Demokratie gelegt hat. Er erkannte, in welch schlechter Situation sich damals Knechte und Leibeigene befunden haben und führte Verhandlungen, um Gerechtigkeit einkehren zu lassen. Er erreichte Ziele wie beispielsweise die Bauernbefreiung, also die rechtliche Befreiung aus der Zinsknechtschaft. Darüber hinaus sorgte Solon dafür, dass Arme gegenüber den Adligen zumindest in gewisser Weise gleichgestellt waren. Aber trotz Solons Bemühungen herrschte immer noch politische Ungleichheit. Die Armen durften dank Solon zwar an Volksversammlungen teilnehmen, hatten jedoch wegen dem Klassensystem keinerlei Anrecht auf politische Gleichberechtigung. Auch wenn Solon im Laufe der Zeit viele Kritiker fand, konnte man ihm mindestens zwei Aspekte, die seine Politik demokratisch machten, nicht abstreiten. Das was die Bevölkerung am meisten gestärkt hat, war das Recht, an das Volksgericht zu appellieren. Außerdem hat Solon durchgesetzt, dass man sich als Person nicht mehr verpfänden darf, so wie es in damaliger Zeit mehr oder weniger üblich war.
Heutzutage denkt man gar nicht mehr an die Verpfändung eines Menschen. Und das liegt nicht nur daran, weil es mit dem Grundgesetz nicht zu vereinbaren wäre, sondern auch daran, dass mittlerweile ganz neue Möglichkeiten offen stehen. Aber trotz den vielen Veränderungen der Zeit haben sich die eigentlichen Grundsätze der Demokratie nicht verändert. Im Prinzip war nämlich schon Solon der Meinung, dass die Würde des Menschen unantastbar ist.


